Maennerwissen

Biologische Schädlingsbekämpfung

Während man früher häufig mit breit wirkenden Giften, die im Zweifel auch giftig für den Menschen waren, Schädlinge bekämpft hat, wird heute immer mehr auch die biologische Schädlingsbekämpfung eingesetzt. So kann man mit Schlupfwespen z.B. Lebensmittelmotten bekämpfen. Unter der biologischen Schädlingsbekämpfung versteht man den Einsatz von Lebewesen oder auch Viren, um eine bestimmte Population als „schädlich“ eingestufter Tiere zu reduzieren. Durch den Einsatz natürlicher Räuber, Schmarotzer oder Krankheitserreger bekämpft man so den eigentlichen Schädling. Die Kammerjäger Köln setzen dieses Verfahren beispielsweise vermehrt ein.

Beispiele biologischer Schädlingsbekämpfung

Das klassische Beispiel des Einsatzes von Katzen zur Bekämpfung von Mäuseplagen kennt jeder, aber es gibt zahlreiche andere Beispiele, wie man intelligent Schädlinge bekämpfen kann:

  • Im Weinanbau werden z.B. Marienkäufer gegen Blattläuse eingesetzt

  • Schlupfwespen kann man zur Bekämpfung bestimmter Insektenarten einsetzen, z.B. gegen Lebensmittelmotten oder in der Landwirtschaft gegen den Maiszünsler

  • Nistkästen im Garten sorgen für die Ansiedlung insektenfressender Vögel im Garten

  • Fledermauskästen sorgen durch die nachtaktiven Tiere für Reduzierung einer Stechmückenplage

  • Laufenten fressen am Tag bis zu 45 Schnecken und ersparen so manche Tüte Schneckenkorn

  • Ohrenkneifer werden ebenso wie die Larven der Florfliege große Blattlausvertilger

  • Erzwespe gegen Miniermotte

  • Raupenfliege gegen die grüne Stinkwanze

Allerdings muss man auch aufpassen, dass nicht der Bekämpfer selbst zu Plage wird: So gibt es durch die weltweite Blattlausbekämpfung durch den Marienkäufer heute schon Überpopulationen der asiatischen Marienkäfer, die zum Einsatz kamen und mittlerweile teilweise die eigentlich in Europa ansässigen Marienkäferarten verdrängen.

In Australien hatte man einmal Aga-Kröten gegen einen Zuckerrohrschädling eingesetzt, was auch erfolgreich war, aber jetzt ist die Krötenpopulation selbst zur Plage geworden.

Grenzen der Schädlingsbekämpfung auf biologische Art

Im geschäftlichen Umfeld werden der biologischen Schädlingsbekämpfung schnell Grenzen aufgezeigt, – so kann ein Restaurant schwerlich Katzen im Vorratsraum halten, um der Mäuse Herr zu werden. Hier wäre viele biologische Bekämpfungsarten schnell selber hygienisch bedenklich. Ein guter Kammerjäger berät, wo biologische Schädlingsbekämpfung möglich und sinnvoll ist und wo man darauf besser verzichten sollte. Biologische Schädlingsbekämpfung sorgt häufig auch nicht für eine restlose Schädlingsbekämpfung. Hier muss also sorgfältig abgewogen werden, welche Mittel in welchem Ausmaß wo eingesetzt werden. Ein professioneller Schädlingsbekämpfer wird immer die seiner Meinung nach geeignetste Methode vorschlagen.