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Die Mietkaution ist für viele Mieter ein notwendiges Übel: teuer, kompliziert und oft mit Unsicherheit verbunden. Tatsächlich ist sie rechtlich klar geregelt. Problematisch wird es meist dann, wenn verbreitete Irrtümer für bare Münze genommen werden. Hier sind die fünf häufigsten Denkfehler rund um die Mietkaution.
Irrtum 1: Die Mietkaution ist eine zusätzliche MieteBeispiel: Nach dem Auszug sagt der Vermieter: Wie es wirklich ist: Expertentipp: Lass dir bei Abzügen immer schriftlich und nachvollziehbar erklären, wofür die Kaution verwendet wird. Ohne Begründung kein Einbehalt. Irrtum 2: Die Kaution muss immer komplett in bar oder per Überweisung gezahlt werdenBeispiel: Beim Einzug verlangt der Vermieter drei Monatsmieten Kaution auf einmal. Der Mieter hat gerade Umzugskosten, Möbelkäufe und doppelte Miete, finanziell wird es eng. Wie es wirklich ist: Expertentipp: Prüfe vor Vertragsabschluss, welche Kautionsform für dich finanziell sinnvoll ist – gerade bei teuren Umzügen kann das entscheidend sein. Irrtum 3: Die Höhe der Mietkaution ist Verhandlungssache Beispiel: In angespannten Wohnungsmärkten fordert der Vermieter vier Monatsmieten Kaution. Der Mieter unterschreibt aus Angst, die Wohnung sonst nicht zu bekommen. Wie es wirklich ist: Expertentipp: Wenn eine zu hohe Kaution gefordert wird, sprich das ruhig an. Oft handelt es sich nicht um Absicht, sondern um Unwissen und du bist rechtlich auf der sicheren Seite. Irrtum 4: Die Kaution muss direkt nach dem Auszug zurückgezahlt werdenBeispiel: Die Wohnung ist übergeben, alles wirkt in Ordnung, doch Wochen später ist die Kaution noch immer nicht zurückgezahlt. Der Mieter wird unruhig. Wie es wirklich ist: Expertentipp: Frage nach einer klaren zeitlichen Einschätzung, bis wann mit der Abrechnung zu rechnen ist. So behältst du den Überblick und vermeidest unnötigen Ärger. Irrtum 5: Normale Abnutzung wird immer von der Kaution abgezogen Beispiel: Der Vermieter zieht Geld für abgenutzte Teppiche und matte Wandfarbe ab, obwohl die Wohnung jahrelang normal genutzt wurde. Wie es wirklich ist: Expertentipp: Erstelle beim Ein- und Auszug ein detailliertes Übergabeprotokoll mit Fotos. Das ist der beste Schutz vor unberechtigten Forderungen. Fazit: Wer die Regeln kennt, behält die Kontrolle Die meisten Konflikte rund um die Mietkaution entstehen nicht durch komplizierte Gesetze, sondern durch falsche Annahmen. Wer weiß, was erlaubt ist, kann selbstbewusst auftreten, sein Geld schützen und unnötige Diskussionen vermeiden. Merke: Die Mietkaution ist eine Sicherheit, aber keine Einbahnstraße zugunsten des Vermieters.
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